Ich, mich und meine anderen
Ein ganzer Tag für mein Inneres Durcheinander – und wie es sortiert werden kann
Schnupperseminar (kein Spezialseminar): Ego-State-Arbeit erleben –
Einblicke, Impulse, innere Begegnungen
Dauer: 1 Tag 8UE · 28.11.2026 und alternativ 30.01.2027 Samstag 9:30–17:30 Uhr 210 Euro
Zielgruppe:
Für Kolleginnen und Kollegen aus Therapie, Beratung, Coaching, Pädagogik und
psychosozialen Feldern, die die Ego-State-Arbeit kennenlernen möchten.
Als Bonus: Wer das Schnupperseminar besucht und sich anschließend für die Weiterbildung entscheidet, zahlt für Modul 1 nur 210 Euro, anstatt 420 Euro.
10 Fortbildungspunkte (PTK beantragt)
Was erwartet Sie?
Ein fundierter, praxisnaher und lebendiger Einstieg in die Ego-State-Arbeit. Lernen Sie die Grundidee der Arbeit mit inneren Selbstanteilen kennen und erleben Sie, wie hilfreich und berührend der Kontakt mit Ego-States sein kann.
Theorie-Impulse, Selbsterfahrungsübungen, Gruppentrance, Live-Demonstration und gemeinsame Reflexion verbinden fachliches Verständnis mit unmittelbarem Erleben. Sie erhalten Einblicke in die Wirkweise der Ego-State-Arbeit und erste Impulse für die Anwendung in der eigenen beruflichen Praxis. Vorstellung der zertifizierten Weiterbildungen Ego-State-Therapie (EST) und Ego-State-Coaching & Counselling (ESCC).
Inhalte des Tages
- Grundlagen & Einordnung
- Was sind Ego-States und wie entstehen sie?
- Bilder, Metaphern, neurowissenschaftliche Hintergründe und Praxisbeispiele
- Herkunft und Methodenvielfalt der Ego-State-Arbeit
- Einordnung und Abgrenzung zu anderen Teile-Ansätzen
- Landkarten in der Ego-State-Arbeit
- Einführung in das Haus der Ego-States
- SARIA und SATIN als strukturierende Prozessmodelle
- Das Türenmodell als Orientierungshilfe für Veränderungsprozesse
- Selbsterfahrung & Praxis
- Aktivierung eines ressourcenreichen Ego-States – geführte Gruppentrance
- Live-Demonstration einer Ego-State-Intervention mit anschließender Reflexion
- Anwendung & Weiterbildung
- Einsatzmöglichkeiten in Psychotherapie, Coaching, Counselling und psychosozialen Arbeitsfeldern
- Vorstellung der zertifizierten Weiterbildungen Ego-State-Therapie (EST) und Ego-State-Coaching & Counselling (ESCC)
- Unterschiede, Zielgruppen und Zulassungsvoraussetzungen
- Raum für Fragen und Austausch
Start der neuen Curricula im Februar 2027:
EST: 06.–07.02.2027
ESCC: 20.–21.02.2027
27.-28.02.2027· 2 Tage · 16 UE · Präsenz
20 Fortbildungspunkte · Kosten: 420 €
Referentin: Dipl.-Psych. Adriana-Daniela Müller
Von 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Spezialseminar
Im Science-Fiction Film von 1985 bleibt der Jugendliche Marty in der Vergangenheit stecken und kann nur mit der Hilfe des exzentrischen Dr. Brown zurückfinden.
Wir sind keine exzentrischen Wissenschaftler und haben zum Glück auch keine Zeitmaschine erfunden. Durch die Ego-State-Therapie haben wir jedoch die Möglichkeit, den in der Vergangenheit „gestrandeten“ Ich-Anteilen zu helfen, zurück in den Lebensfluss zu finden. Wir haben auch die Hypnose als elegante Möglichkeit den Ego-States quasi dissoziativ als auch assoziativ zu begegnen und in Trance-Logik durch korrigierende Erfahrungen die Vergangenheit so „zu verändern“, dass die Blockaden im Nervensystem, im Körper und in der Seele aufgelöst werden. Wir lösen damit kein „Zeitparadoxon“ aus, sondern helfen inneren Anteilen, sich neu zu orientieren, sich weiterzuentwickeln, neue Balance, Selbstregulation und Kohärenz zu finden, in „Flow“ zu kommen und sich in der „Ganzheit“ zu integrieren. Nach Peter A. Levine (SE) und Stephen Porges (Polyvagal-Theorie) liegt das Trauma nicht im Ereignis sondern im Nervensystem. Traumatische Erlebnisse können in tiefen subkortikalen Strukturen und in unserem Körper, in den Muskeln, Faszien und Gelenken „stecken bleiben“. Ego-States entstehen als „Überlebensstrategien“ in Verbindung mit Trauma und können über die Zeit in der Struktur des Körpers, in einer „unveränderten Form“ aktiv bleiben und dabei psychologisches Wachstum, sowie die Fähigkeit des Körpers für Embodiment, Wahrnehmung und Orientierung reduzieren oder blockieren.
In diesem Seminar wird erlernt und eingeübt, wie kreativ und wirkungsvoll wir mit den Ego-States auf der Zeitlinie arbeiten können. Wie durch die Anregung von Bewegung und durch die Verwendung von therapeutischer Berührung in ethisch vertretbarer Weise zusätzlich die Stabilität als Ganzes, die zeitliche und räumliche Orientierung, sowie die Integration der Ego-States unterstützt wird.
Es ist ein sehr praktisch orientiertes Spezial-Seminar im Curriculum Ego-State-Therapie. Wir werden in diesem besonderen Verfahren durch Demonstrationen, Selbsterfahrung und Üben, unterschiedliche Aspekte der Theorie aus dem EST-Curriculum bündeln und an praktischen Beispielen anwenden.
Bitte mitbringen: Neugier, Buntstifte, dicke Socken und wenn möglich, ein paar Seile von unterschiedlicher Länge, Durchmesser oder Farben. Ich stelle einiges zur Verfügung. Für die Übungen in Kleingruppen ist es jedoch von Vorteil, mehr davon zu haben.
Sozialer Schmerz im System der Ego-States – neurowissenschaftlich verstehen, professionell begleiten und integrieren
Zwischen Schutz, innerer Heilung und der Tür der Vergebung und der Würde
24.–25. April 2027 | 2-tägiges Spezialseminar
16UE · 9:30–17:30 Uhr 420 Euro 20 Punkte PTK
Seminarinhalte
- Kränkung als sozialer Schmerz
Neurobiologische und bindungstheoretische Grundlagen – warum Kränkung tiefer wirkt als Kritik. - Kränkung im System der Ego-States
Verletzte, beschämte, wütende und schützende Ego-States und ihre Dynamiken. - Innere Reaktionsmuster auf Kränkung verstehen
Selbstschuld und Scham versus Wut, Empörung und Abgrenzung – als sinnvolle Schutz- und Bewältigungsstrategien. - Schutz- und Abwehr-States würdigen und stabilisieren
Schutz als Kompetenz und Voraussetzung für jede weitere innere Arbeit. - Die Rolle des Inneren Beobachters in der Begleitung gekränkter Ego-States
Rahmen halten, Distanz ermöglichen, Tempo regulieren und innere Wahlfreiheit sichern. - Die „Tür der Vergebung und der Würde“ – eine Ego-State-spezifische Intervention
Ein innerer Entscheidungs- und Integrationsraum zwischen Verantwortungsklärung, Selbstschutz, Würde und möglicher Vergebung. - Abgrenzung und ethische Klärung
Vergebung ≠ Versöhnung ≠ Relativierung von Grenzverletzungen. - Innere Neuordnung nach Kränkung
Verletzte Ego-States innerlich verorten, Selbstwert und Würde stärken. - Transfer in therapeutische Praxis und Beziehungskontexte
Professioneller Umgang mit Kränkung in Therapie, Coaching und Alltag.
Methodik
- Fachlich fundierte Theorieimpulse
- Demonstrationen Ego-State-therapeutischer Arbeit
- Geführte Imaginations- und Übungseinheiten
- Strukturierte Kleingruppenarbeit
- Reflexion auf therapeutischer Metaebene
Zielgruppe
- Ego-State-Therapeuten
- Traumatherapeuten
- Psychotherapeuten
- Ego-State-Coaching und Counselling
- Dieses Spezialseminar bietet einen sicheren, klar strukturierten Rahmen für die Arbeit mit einem der sensibelsten Themen innerer Verletzung – professionell, neurowissenschaftlich fundiert und tiefenwirksam, ohne moralischen Druck und mit hoher ethischer Sensibilität.