Ich, mich und
meine anderen

Ein ganzer Tag
für mein Inneres Durcheinander – und wie es sortiert werden kann

Schnupperseminar: Ego-State-Arbeit erleben –
Einblicke, Impulse, innere Begegnungen

Dauer: 1 Tag 8UE · 29.11.2025 Samstag 9:30–17:30 Uhr 210 Euro
Zielgruppe:

Zielgruppe

Für Kolleginnen und Kollegen aus Therapie, Beratung, Coaching, Pädagogik und
psychosozialen Feldern, die die Ego-State-Arbeit kennenlernen möchten.

10 Fortbildungspunkte (PTK beantragt)

Was erwartet Sie?

Ein fundierter, praxisnaher Einstieg in die
Ego-State-Arbeit:

  • Kurze Theorie-Impulse
  • Selbsterfahrungsübungen, Aktivierung von ressourcenreichen Ego -States
  • Live-Demonstrationen von Ego-State-Interventionen
  • Anwendungsmöglichkeiten in Therapie, Coaching und Counselling
  • Infos zu den zertifizierten Weiterbildungen EST & ESCC (Start
    Februar 2026)

Ein Seminartag voller innerer Begegnungen: Lernen Sie die Grundidee der
Ego-State-Arbeit kennen und erleben Sie in Selbsterfahrungsübungen, wie
lebendig, hilfreich und berührend der Kontakt zu inneren Anteilen sein kann.
Mit fundiertem Theorieinput, praktischen Impulsen. Dieses praxisorientierte
Tagesseminar bietet einen lebendigen Einstieg in die Ego-State-Arbeit – eine
Methode, die mit inneren Selbstanteilen arbeitet und in Therapie, Coaching und
Beratung tiefgreifende Veränderungsprozesse unterstützt.

In Theorie-Inputs, Selbsterfahrungsübungen, live Demonstration und
Reflexionsphasen erkunden Sie Ihr Inneres Team, gewinnen Einblicke in die
Wirkweise der Methode und erhalten Impulse zur Anwendung in der eigenen Praxis.

Ablauf – Was
Sie erwartet

1. Einstieg
& Grundlagen

  • Was sind Ego-States? Wie entstehen sie?
  • Lebendiger Überblick mit Bildern, Metaphern, neurowissenschaftlichem
    Hintergrund und Beispielen aus dem Alltag und der Praxis

 2.
Überblick & Einordnung

  • Herkunft und Methodenvielfalt der Ego-State-Arbeit
  • Abgrenzung zu anderen Teile-Ansätzen
  • Das große Ganze verstehen: Einführung in das Haus der Ego-States,
    das SARIA- und SATIN-Modell als strukturierende Rahmen
  • Das Türenmodell als Orientierungshilfe für Veränderungsprozesse

3. Hypnose
& Selbsterfahrung

  • Warum Hypnose und Selbsthypnose in der Ego-State-Arbeit?
  • Geführte Gruppentrance zur Aktivierung ressourcenreicher Ego-States
    (Selbsterfahrungsübung)

 4. Live
erleben

  • Live-Demonstrationen von
    Ego-State-Interventionen mit anschließender Reflexion

 5. Anwendung & Weiterbildung

Einsatzfelder in Therapie, Coaching und
Beratung

  • Überblick über die Weiterbildungen:

Ø  Ego-State-Therapie (EST)

Ø  Ego-State-Coaching &
Counselling (ESCC)

  • Wer kann
    teilnehmen?
  • Was sind
    Voraussetzungen?
  • Was
    unterscheidet die Formate?

Ø  Start Februar 2026

6. Raum für
Fragen & Austausch

  • Offene Fragerunde
  • Abschlussimpuls & Verabschiedung

Ich, mich und meine anderen

Referentin: Dipl.Psych.Adriana Daniela Müller

 (2Tg.), 420 Euro

Von 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr / 16 UE

Spezialseminar

Die „nichthypnotische Technik mithilfe von Stühlen“ wurde von Helen Watkins (1974) ursprünglich aus zwei Gründen entwickelt: Sie bietet sich besonders an, wenn Klient*innen im Zusammenhang mit einem Problem sehr gemischte Gefühle haben und sehr ambivalent sind und bei Klient*innen, bei denen die Arbeit mit Hypnose nicht indiziert ist. Die Intervention wird durchgeführt ohne formelle, klassische Hypnoseinduktion, jedoch wird davon ausgegangen, dass die Klient*innen, während sie tief in dem Prozess sind, sich in einem leichten Trancezustand befinden.

Die nichthypnotische „Stuhltechnik“ ist heute eine der wertvollsten Methoden der Ego-State-Therapie und wurde im Laufe der Jahre von mehreren Autoren weiterentwrickelt und verfeinert. Nach der Festlegung eines für den Klienten relevanten Themas wird die Arbeit auf mehrere Ego-States fokussiert und in einem systemischen Vorgehen eruiert, wie diesen zueinanderstehen, auf welcher Weise sie sich einander beeinflussen und wie der Konflikt, das Problem gelöst werden kann. Durch kleine Veränderungen in der Konstellation der Stühle im Raum sind eindrucksvolle Entwicklungen in der „inneren Dynamik“, in dem Beziehungsmuster der Ego-States zu beobachten. Die konkrete Arbeit mit den aktivierten Ego States (Beziehungsgestaltung, Würdigung, Versorgung, Unterstützung) hat eine Verbesserung der Beziehung zwischen den Ego States als Ziel, die Entwicklung neuer Strategien, neue Erfahrungen zu machen, die Integration der Veränderungen, sowie der neuen Strategien und Erfahrungen, inklusive posttraumatischen Wachstums.

Die Rolle der Therapeut*in dieser Arbeit ist mit Fachwissen, Feinfühligkeit, Kreativität, Experimentierfreude und Fachintuition diesen Prozess zu begleiten, zu moderieren, dem „roten Faden“ des Prozesses zu folgen und sehr wichtig, einen stabilen, haltgebenden, wohlwollend starkem Gegenüber, Ansprechpartner und Kontaktperson für die aktivierten Ego States darzustellen.

Die „nichthypnotische Technik mithilfe von Stühlen“ beinhaltet mehrere Interventionsschritte und Phasen, die in diesem Seminar vorgestellt, fachlich debattiert, demonstriert und eingeübt werden.

Referentin: Dipl.-Psych. Adriana-Daniela Müller aus Soest (SO-EST-Institut)

 (2Tg.), 420 Euro

Von 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr / 16 UE

Spezialseminar

Im Science-Fiction Film von 1985 bleibt der Jugendliche Marty in der Vergangenheit stecken und kann nur mit der Hilfe des exzentrischen Dr. Brown zurückfinden.

Wir sind keine exzentrischen Wissenschaftler und haben zum Glück auch keine Zeitmaschine erfunden. Durch die Ego-State-Therapie haben wir jedoch die Möglichkeit, den in der Vergangenheit „gestrandeten“ Ich-Anteilen zu helfen, zurück in den Lebensfluss zu finden. Wir haben auch die Hypnose als elegante Möglichkeit den Ego-States quasi dissoziativ als auch assoziativ zu begegnen und in Trance-Logik durch korrigierende Erfahrungen die Vergangenheit so „zu verändern“, dass die Blockaden im Nervensystem, im Körper und in der Seele aufgelöst werden. Wir lösen damit kein „Zeitparadoxon“ aus, sondern helfen inneren Anteilen, sich neu zu orientieren, sich weiterzuentwickeln, neue Balance, Selbstregulation und Kohärenz zu finden, in „Flow“ zu kommen und sich in der „Ganzheit“ zu integrieren. Nach Peter A. Levine (SE) und Stephen Porges (Polyvagal-Theorie) liegt das Trauma nicht im Ereignis sondern im Nervensystem. Traumatische Erlebnisse können in tiefen subkortikalen Strukturen und in unserem Körper, in den Muskeln, Faszien und Gelenken „stecken bleiben“. Ego-States entstehen als „Überlebensstrategien“ in Verbindung mit Trauma und können über die Zeit in der Struktur des Körpers, in einer „unveränderten Form“ aktiv bleiben und dabei psychologisches Wachstum, sowie die Fähigkeit des Körpers für Embodiment, Wahrnehmung und Orientierung reduzieren oder blockieren.

In diesem Seminar wird erlernt und eingeübt, wie kreativ und wirkungsvoll wir mit den Ego-States auf der Zeitlinie arbeiten können. Wie durch die Anregung von Bewegung und durch die Verwendung von therapeutischer Berührung in ethisch vertretbarer Weise zusätzlich die Stabilität als Ganzes, die zeitliche und räumliche Orientierung, sowie die Integration der Ego-States unterstützt wird.

Es ist ein sehr praktisch orientiertes Spezial-Seminar im Curriculum Ego-State-Therapie. Wir werden in diesem besonderen Verfahren durch Demonstrationen, Selbsterfahrung und Üben, unterschiedliche Aspekte der Theorie aus dem EST-Curriculum bündeln und an praktischen Beispielen anwenden.

Bitte mitbringen: Neugier, Buntstifte, dicke Socken und wenn möglich, ein paar Seile von unterschiedlicher Länge, Durchmesser oder Farben. Ich stelle einiges zur Verfügung. Für die Übungen in Kleingruppen ist es jedoch von Vorteil, mehr davon zu haben.

  • Datum: 20.–21. Juni 2026 · 2 Tage · 16 UE · Hybrid 420 Euro

Sozialer Schmerz im System der Ego-States – neurowissenschaftlich verstehen, professionell begleiten und integrieren.
Zwischen Schutz, innerer Heilung und der Tür der Vergebung