Ich, mich und
meine anderen
Ein ganzer Tag
für mein Inneres Durcheinander – und wie es sortiert werden kann
Schnupperseminar: Ego-State-Arbeit erleben –
Einblicke, Impulse, innere Begegnungen
Dauer: 1 Tag 8UE · 07.03.2026 Samstag 9:30–17:30 Uhr 210 Euro
Zielgruppe:
Für Kolleginnen und Kollegen aus Therapie, Beratung, Coaching, Pädagogik und
psychosozialen Feldern, die die Ego-State-Arbeit kennenlernen möchten.
10 Fortbildungspunkte (PTK beantragt)
Was erwartet Sie?
Ein fundierter, praxisnaher Einstieg in die
Ego-State-Arbeit:
- Kurze Theorie-Impulse
- Selbsterfahrungsübungen, Aktivierung von ressourcenreichen Ego -States
- Live-Demonstrationen von Ego-State-Interventionen
- Anwendungsmöglichkeiten in Therapie, Coaching und Counselling
- Infos zu den zertifizierten Weiterbildungen EST & ESCC (Start
Februar 2026)
Ein Seminartag voller innerer Begegnungen: Lernen Sie die Grundidee der
Ego-State-Arbeit kennen und erleben Sie in Selbsterfahrungsübungen, wie
lebendig, hilfreich und berührend der Kontakt zu inneren Anteilen sein kann.
Mit fundiertem Theorieinput, praktischen Impulsen. Dieses praxisorientierte
Tagesseminar bietet einen lebendigen Einstieg in die Ego-State-Arbeit – eine
Methode, die mit inneren Selbstanteilen arbeitet und in Therapie, Coaching und
Beratung tiefgreifende Veränderungsprozesse unterstützt.
In Theorie-Inputs, Selbsterfahrungsübungen, live Demonstration und
Reflexionsphasen erkunden Sie Ihr Inneres Team, gewinnen Einblicke in die
Wirkweise der Methode und erhalten Impulse zur Anwendung in der eigenen Praxis.
Ablauf – Was
Sie erwartet
1. Einstieg
& Grundlagen
- Was sind Ego-States? Wie entstehen sie?
- Lebendiger Überblick mit Bildern, Metaphern, neurowissenschaftlichem
Hintergrund und Beispielen aus dem Alltag und der Praxis
2.
Überblick & Einordnung
- Herkunft und Methodenvielfalt der Ego-State-Arbeit
- Abgrenzung zu anderen Teile-Ansätzen
- Das große Ganze verstehen: Einführung in das Haus der Ego-States,
das SARIA- und SATIN-Modell als strukturierende Rahmen - Das Türenmodell als Orientierungshilfe für Veränderungsprozesse
3. Hypnose
& Selbsterfahrung
- Warum Hypnose und Selbsthypnose in der Ego-State-Arbeit?
- Geführte Gruppentrance zur Aktivierung ressourcenreicher Ego-States
(Selbsterfahrungsübung)
4. Live
erleben
- Live-Demonstrationen von
Ego-State-Interventionen mit anschließender Reflexion
5. Anwendung & Weiterbildung
Einsatzfelder in Therapie, Coaching und
Beratung
- Überblick über die Weiterbildungen:
Ø Ego-State-Therapie (EST)
Ø Ego-State-Coaching &
Counselling (ESCC)
- Wer kann
teilnehmen? - Was sind
Voraussetzungen? - Was
unterscheidet die Formate?
Ø Start Februar 2026
6. Raum für
Fragen & Austausch
- Offene Fragerunde
- Abschlussimpuls & Verabschiedung
Zwei Techniken: Stuhltechnik nach Helen H. Watkins und kreative Ego-State-Arbeit mit Karten/Bildern innerer Anteile
Datum: 05.–06. Dezember 2026
Umfang: 2 Tage · 16 UE · Präsenz
Fortbildungspunkte: 20
Kosten: 420 €
Referentin: Dipl.-Psych. Adriana-Daniela Müller
Seminarbeschreibung
Dieses Spezialseminar vermittelt zwei eigenständige, nichthypnotische Techniken der Ego-State-Arbeit. Beide Methoden eignen sich besonders für die Arbeit mit ambivalenten inneren Dynamiken sowie für Settings, in denen eine formelle hypnotische Induktion nicht angezeigt ist.
Die Stuhltechnik nach Helen H. Watkins ermöglicht eine strukturierte, dialogische Arbeit mit mehreren Ego-States durch räumliche Externalisierung und systemisches Vorgehen. Innere Konflikte, ambivalente Gefühle und Beziehungsmuster werden im Raum sichtbar und bearbeitbar. Durch gezielte Veränderungen der Sitzpositionen und den moderierten Dialog zwischen Ego-States können Kommunikation, Würdigung, Klärung und Neuordnung innerer Beziehungen gefördert, Unterstützungs- und Versorgungsprozesse initiiert sowie lösungsorientierte Veränderungen der inneren Dynamik angestoßen werden.
Die Karten-/Bildarbeit mit inneren Anteilen unterstützt die Identifikation, Differenzierung und Strukturierung relevanter Ego-States. In einer systemischen, visuellen Arbeitsweise werden innere Zusammenhänge sichtbar gemacht, Beziehungsmuster erkannt und Kommunikation zwischen Ego-States ermöglicht. Die Methode erlaubt es, Unterstützung und Versorgung bedürftiger innerer Anteile zu visualisieren, innere Dynamiken gezielt zu verändern, Ressourcen bewusst zu aktivieren und lösungsorientiert zu arbeiten.
Das Seminar ist als anerkanntes Spezialseminar im Rahmen der Zertifizierung Ego-State-Therapie (EST) konzipiert.
Für Teilnehmende des Ego-State-Coaching & Counselling (ESCC) dient es als Vertiefung und methodische Erweiterung bereits erlernter Techniken.
Zielgruppen
- Ego-State-Therapeuten sowie Teilnehmende im laufenden EST-Curriculum (zertifizierungsrelevant)
- ESCC-Absolventen und fortgeschrittene Teilnehmende (Vertiefung)
Seminarinhalte
- Grundlagen nichthypnotischer Ego-State-Arbeit
- Stuhltechnik nach Helen H. Watkins: Aufbau, Anwendung, Indikationen
- Kreative Ego-State-Arbeit mit Karten/Bildern innerer Anteile
- Integration beider Techniken in Therapie, Coaching und Counselling
Methodik
- Fokussierte theoretische Einführungen
- Live-Demonstrationen
- Praktische Übungen in Kleingruppen
- Reflexion und Transfer
03.-04.Oktober 2026 · 2 Tage · 16 UE · Präsenz
20 Fortbildungspunkte · Kosten: 420 €
Referentin: Dipl.-Psych. Adriana-Daniela Müller
Von 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Spezialseminar
Im Science-Fiction Film von 1985 bleibt der Jugendliche Marty in der Vergangenheit stecken und kann nur mit der Hilfe des exzentrischen Dr. Brown zurückfinden.
Wir sind keine exzentrischen Wissenschaftler und haben zum Glück auch keine Zeitmaschine erfunden. Durch die Ego-State-Therapie haben wir jedoch die Möglichkeit, den in der Vergangenheit „gestrandeten“ Ich-Anteilen zu helfen, zurück in den Lebensfluss zu finden. Wir haben auch die Hypnose als elegante Möglichkeit den Ego-States quasi dissoziativ als auch assoziativ zu begegnen und in Trance-Logik durch korrigierende Erfahrungen die Vergangenheit so „zu verändern“, dass die Blockaden im Nervensystem, im Körper und in der Seele aufgelöst werden. Wir lösen damit kein „Zeitparadoxon“ aus, sondern helfen inneren Anteilen, sich neu zu orientieren, sich weiterzuentwickeln, neue Balance, Selbstregulation und Kohärenz zu finden, in „Flow“ zu kommen und sich in der „Ganzheit“ zu integrieren. Nach Peter A. Levine (SE) und Stephen Porges (Polyvagal-Theorie) liegt das Trauma nicht im Ereignis sondern im Nervensystem. Traumatische Erlebnisse können in tiefen subkortikalen Strukturen und in unserem Körper, in den Muskeln, Faszien und Gelenken „stecken bleiben“. Ego-States entstehen als „Überlebensstrategien“ in Verbindung mit Trauma und können über die Zeit in der Struktur des Körpers, in einer „unveränderten Form“ aktiv bleiben und dabei psychologisches Wachstum, sowie die Fähigkeit des Körpers für Embodiment, Wahrnehmung und Orientierung reduzieren oder blockieren.
In diesem Seminar wird erlernt und eingeübt, wie kreativ und wirkungsvoll wir mit den Ego-States auf der Zeitlinie arbeiten können. Wie durch die Anregung von Bewegung und durch die Verwendung von therapeutischer Berührung in ethisch vertretbarer Weise zusätzlich die Stabilität als Ganzes, die zeitliche und räumliche Orientierung, sowie die Integration der Ego-States unterstützt wird.
Es ist ein sehr praktisch orientiertes Spezial-Seminar im Curriculum Ego-State-Therapie. Wir werden in diesem besonderen Verfahren durch Demonstrationen, Selbsterfahrung und Üben, unterschiedliche Aspekte der Theorie aus dem EST-Curriculum bündeln und an praktischen Beispielen anwenden.
Bitte mitbringen: Neugier, Buntstifte, dicke Socken und wenn möglich, ein paar Seile von unterschiedlicher Länge, Durchmesser oder Farben. Ich stelle einiges zur Verfügung. Für die Übungen in Kleingruppen ist es jedoch von Vorteil, mehr davon zu haben.
Sozialer Schmerz im System der Ego-States – neurowissenschaftlich verstehen, professionell begleiten und integrieren
Zwischen Schutz, innerer Heilung und der Tür der Vergebung und der Würde
20.–21. Juni 2026 | 2-tägiges Spezialseminar
16UE · 9:30–17:30 Uhr 420 Euro 20 Punkte PTK
Seminarinhalte
- Kränkung als sozialer Schmerz
Neurobiologische und bindungstheoretische Grundlagen – warum Kränkung tiefer wirkt als Kritik. - Kränkung im System der Ego-States
Verletzte, beschämte, wütende und schützende Ego-States und ihre Dynamiken. - Innere Reaktionsmuster auf Kränkung verstehen
Selbstschuld und Scham versus Wut, Empörung und Abgrenzung – als sinnvolle Schutz- und Bewältigungsstrategien. - Schutz- und Abwehr-States würdigen und stabilisieren
Schutz als Kompetenz und Voraussetzung für jede weitere innere Arbeit. - Die Rolle des Inneren Beobachters in der Begleitung gekränkter Ego-States
Rahmen halten, Distanz ermöglichen, Tempo regulieren und innere Wahlfreiheit sichern. - Die „Tür der Vergebung und der Würde“ – eine Ego-State-spezifische Intervention
Ein innerer Entscheidungs- und Integrationsraum zwischen Verantwortungsklärung, Selbstschutz, Würde und möglicher Vergebung. - Abgrenzung und ethische Klärung
Vergebung ≠ Versöhnung ≠ Relativierung von Grenzverletzungen. - Innere Neuordnung nach Kränkung
Verletzte Ego-States innerlich verorten, Selbstwert und Würde stärken. - Transfer in therapeutische Praxis und Beziehungskontexte
Professioneller Umgang mit Kränkung in Therapie, Coaching und Alltag.
Methodik
- Fachlich fundierte Theorieimpulse
- Demonstrationen Ego-State-therapeutischer Arbeit
- Geführte Imaginations- und Übungseinheiten
- Strukturierte Kleingruppenarbeit
- Reflexion auf therapeutischer Metaebene
Zielgruppe
- Ego-State-Therapeuten
- Traumatherapeuten
- Psychotherapeuten
- Ego-State-Coaching und Counselling
- Dieses Spezialseminar bietet einen sicheren, klar strukturierten Rahmen für die Arbeit mit einem der sensibelsten Themen innerer Verletzung – professionell, neurowissenschaftlich fundiert und tiefenwirksam, ohne moralischen Druck und mit hoher ethischer Sensibilität.